Bautagebuch Sanierung Alter Leuchtturm

Ein Bautagebuch wird die umfangreichen Maßnahmen monatlich dokumentieren.
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Borkum 18. Mai 2026
Am Alten Leuchtturm (Olde Toorn) wurde ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen: Zwei Stahlträger wurden fachgerecht angebracht und bilden die Grundlage für den geplanten Rettungsbalkon. Dieser ist Teil umfassender Brandschutzmaßnahmen am rund 450 Jahre alten Wahrzeichen der Insel.
Der Rettungsbalkon wurde erforderlich, um die Vorgaben der niedersächsischen Hochhausverordnung zu erfüllen. Er dient im Ernstfall der Feuerwehr als Anleiterstelle in etwa 30 Metern Höhe und stellt damit den notwendigen Notausgang für Besucher und Nutzer des Turms dar.

Mit der Umsetzung gehen auch klare Einschränkungen einher. Die Turmbesteigung ist künftig nur für Besuchergruppen von maximal 20 Personen möglich. Zudem sind längere Aufenthalte im Turm – etwa für Trauungen, Teestunden oder ähnliche Veranstaltungen – dauerhaft nicht erlaubt. Die Fertigstellung der Sanierung ist für den Ende Sommer 2026 vorgesehen. Ein besonderer Termin steht bereits fest: Die Jubiläumsfeier am Alten Leuchtturm ist für den 25. September 2026 um 11 Uhr geplant und soll die erfolgreiche Umsetzung der Sanierungsmaßnahme sowie die lange Geschichte des Bauwerks würdigen.

Borkum 9. Mai 2026
Die Arbeiten am Alten Turm kommen weiterhin gut voran. Auch in dieser Woche wurde fleißig am Mauerwerk gefugt, sodass die Sanierung Stück für Stück sichtbar Fortschritte macht.
Zudem wurde der Ausstieg für die neue Treppe nach oben freigelegt. Auch die Öffnungen für die neuen Stahlträger sind inzwischen vorbereitet. Damit sind weitere wichtige Schritte geschaffen, um die künftige Erschließung und Stabilisierung des Turms voranzubringen.

Ein seltener Blick auf den Alten Leuchtturm
ab/ Der Alte Leuchtturm zeigt sich derzeit von einer Seite, die sonst kaum jemand zu sehen bekommt: eingerüstet, abgesperrt und mitten in der Sanierung. Bei einer Baustellenbegehung erhielten Medienvertreter der Insel die Gelegenheit, das historische Bauwerk nicht nur von innen, sondern auch von außen über das Gerüst zu betrachten.
Gerade dieser Perspektivwechsel machte den Termin besonders. In luftiger Höhe wurde sichtbar, was vom Boden aus verborgen bleibt: Schäden am Mauerwerk, verwitterte Steine, Fensteröffnungen, Anschlussstellen und Bauteile, die im Zuge der Sanierung aufgearbeitet oder originalgetreu ersetzt werden müssen. Auch die Turmuhr und die oberen Bereiche des Bauwerks ließen sich aus nächster Nähe betrachten.

Im Inneren setzt sich dieser Eindruck fort. Der Turm ist in weiten Teilen freigelegt, damit Schäden erkannt und dauerhaft behoben werden können. Besonders in den oberen Etagen wurden deutliche Feuchtigkeitsschäden sichtbar – unter anderem an Holzbalken, Decken und Verkleidungen. Teilweise mussten Konstruktionen zurückgebaut werden, um die Substanz langfristig zu sichern. Die Begehung zeigte eindrucksvoll, wie komplex die Sanierung des Borkumer Wahrzeichens ist.

Denkmalpflegerische Genauigkeit, handwerkliche Detailarbeit und moderne Sicherheitsanforderungen greifen dabei eng ineinander. Neben Mauerwerk, Fensterstürzen und Treppenanlage spielt vor allem der Brandschutz eine zentrale Rolle. Dazu gehören unter anderem ein außenliegender Rettungsbalkon, Brandmeldetechnik und gesicherte Leitungsführungen.
Nach Abschluss der Arbeiten soll der Alte Leuchtturm wieder als Aussichtspunkt zugänglich sein. Bis dahin bleibt die Baustelle ein Ort intensiver Arbeit – und die Begehung ein seltener Einblick in das Innere und Äußere eines Bauwerks, das für Borkum weit mehr ist als nur ein historischer Turm.

Borkum, 10. April 2026 Besuch Bingostiftung
Heute durfte unser Vorsitzender Markus Stanggassinger gemeinsam mit einigen Vorstandsmitgliedern Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr, am Alten Turm begrüßen.
Karsten Behr überreichte dem Heimatverein die Auszeichnung als „Projekt des Monats“. Mit dieser Würdigung wird vor allem das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins für die Sanierung und den Erhalt des Alten Leuchtturms hervorgehoben. Für die Stadt Borkum nahm die stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Helms an dem Termin teil.
Nach einer kleinen Teestunde wurden dem Gast vom Festland die notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Alten Leuchtturm vorgestellt. Dabei gab es einen Einblick in die aktuellen Arbeiten und die Herausforderungen, die mit der Instandsetzung des historischen Bauwerks verbunden sind.
Die Übergabe des dazugehörigen Schecks über 1.000 Euro fand anschließend auf der Aussichtsplattform des Turms statt – an einem Ort, der eindrucksvoll zeigt, warum sich der Einsatz für dieses besondere Borkumer Wahrzeichen lohnt.

 

Borkum, 17. März 2026
Nach dem kalten und langanhaltenden Wintereinbruch zu Beginn des Jahres konnten die Arbeiten am Alten Turm nun endlich richtig Fahrt aufnehmen. In den vergangenen Wochen hatte die Witterung viele Maßnahmen nur eingeschränkt oder gar nicht zugelassen.
Besonders aufwendig ist die Rundumerneuerung der verrosteten Stahlträger. Hier wartet viel Arbeit auf die beteiligten Fachleute, denn die tragenden Bauteile müssen sorgfältig freigelegt, geprüft und erneuert werden.
Als nächster Schritt stehen Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk an. Dafür kommen eigens hergestellte Formsteine zum Einsatz, die passend zum historischen Bestand angefertigt wurden und sich möglichst originalgetreu in das alte Mauerwerk einfügen sollen.
Auch im Inneren verändert sich einiges: Baukunst verdrängt Braukunst. Nach jahrelanger Lagerung eines herrlich gebrannten, hochprozentigen Korns auf der ersten Turmebene wird dieser nun von seinen beiden Produzenten der Verkostung zugeführt. An der bisherigen Lagerstätte der Fässer entsteht künftig die zentrale Elektroanlage für den Turm.

Borkum, 16. Dezember 2025
Der Alte Turm ist mittlerweile vollständig eingerüstet. Passend zur Weihnachtszeit schmückt ihn nun die „Wulkenstiege“ – eine beleuchtete Himmelsleiter, die dem historischen Bauwerk auch während der Bauphase einen besonderen Akzent verleiht.
Inzwischen wurde das Mauerwerk komplett kontrolliert. Dabei wurden die Bereiche festgelegt, an denen Steine ausgetauscht oder instand gesetzt werden müssen.
Damit sind die nächsten Schritte vorbereitet und die Arbeiten können weiter voranschreiten. Wir halten euch hier weiterhin regelmäßig über den Fortschritt am Alten Turm auf dem Laufenden.

 

Bautagebuch: 15.11.2025
Die Sanierungsarbeiten am Alten Leuchtturm haben begonnen! Die Außenleiter wurde abgebaut. Vorher wurden für den Aufbau des Gerüstes die Sendeanlagen der Telekom demontiert. Diese werden in der Umbauphase dann am Gerüst befestigt. Für die anstehenden Arbeiten muss der gesamte Turm eingerüstet werden.

Start Sanierung Alter Leuchtturm

Zum Hintergrund der Sanierung:

Nach über zehn Jahren Sperrung und intensiver Planungsphase beginnt nun endlich die lang erwartete Sanierung des Alten Leuchtturms. Seit Dezember 2013 war das Betreten des Turms wegen erheblicher Sicherheits- und Brandschutzmängel verboten. Nun laufen die Arbeiten an, die die Wiederöffnung zumindest in eingeschränktem Umfang ermöglichen sollen.

Was passiert aktuell?

Der Turm ist inzwischen vollständig eingerüstet – eine Maßnahme, die etwa zwei Wochen in Anspruch nimmt. Während der gesamten Bauzeit bleibt der Bereich rund um den Turm, inklusive des Friedhofsgartens, gesperrt. Im Zuge des Gerüstbauens wurde auch die bestehende Mobilfunkanlage demontiert, was vorübergehend zu leichten Einschränkungen im Mobilfunknetz führen kann.

An die Einrüstung schließen sich die eigentlichen Sanierungsarbeiten an:

  • Instandsetzung des historischen Mauerwerks
  • Erneuerung und Ausbesserung der Fugen, besonders im oberen Turmbereich
  • Anbau eines neuen Rettungsbalkons als elementarer Bestandteil des ausgearbeiteten Brandschutzkonzepts

Die Fertigstellung ist derzeit für Juni 2026 vorgesehen.

Der Landkreis Leer hatte bereits 2022 die umfangreichen Maßnahmen genehmigt. Ausschlaggebend waren insbesondere die strengen Auflagen der niedersächsischen Hochhausverordnung: In 30 Metern Höhe gelten strenge Vorgaben für Rettungswege. Die vorhandene Treppe wird jedoch nicht als vollwertiger Rettungsweg anerkannt. Erst ein speziell konzipierter Rettungsbalkon ermöglicht es der Feuerwehr zukünftig, im Notfall anzuleitern.

Auch nach Abschluss der Arbeiten bleibt die Nutzung eingeschränkt:

  • Kleinere Besuchergruppen von maximal 20 Personen dürfen die Aussichtsplattform wieder besuchen.
  • Längere Aufenthalte – etwa Trauungen oder Teestunden – bleiben dauerhaft untersagt.
  • Der Verein Borkumer Jungens kann weiterhin keine Vorstandssitzungen im Turm durchführen.

 Finanzierung und Organisation

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus:

  • umfangreichen Fördermitteln verschiedener Stiftungen
  • über 542.000 Euro Bundesmitteln aus dem Programm „Kultur-Invest“
  • einem erheblichen Eigenanteil des Heimatvereins: rund 260.000 Euro, gespeist aus Rücklagen, Spenden, Straßenfest-Erlösen und Eintrittsgeldern des Dykhus

Bereits vor Beginn der Bauarbeiten führten Ehrenamtliche vorbereitende Maßnahmen durch, darunter das Ausräumen des Turms. Die Ausschreibungen hatten sich länger hingezogen, weshalb der ursprünglich im September geplante Gerüstaufbau erst später erfolgen konnte.

Ausblick 2026 – Jubiläum 450 Jahre Alter Leuchtturm

Für den Heimatverein und die Insel ist der Start der Sanierung ein bedeutender Moment. Nach vielen Jahren des Stillstands rückt die Wiedereröffnung des ältesten Bauwerks der Insel endlich in greifbare Nähe. Zwar bleibt die künftige Nutzung auf kurze Besuche beschränkt, doch ermöglicht das neue Sicherheits- und Brandschutzkonzept überhaupt erst, dass der Turm erneut betreten werden darf – und damit ein zentraler Teil der Borkumer Geschichte wieder zugänglich wird. Ziel ist es, im 450. Jubiläumsjahr nicht nur ein großes Fest, sondern auch die Wiedereröffnung des Alten Leuchtturms zu feiern.